Hightech-Regal für Slow Media

Bookshop 2020

Unsere Beziehung zu Büchern befindet sich im Wandel. Ein Wandel, der durch neue Medien rasend schnell vonstatten geht. So demokratisiert das Internet Wissen und Bildung, da es für nahezu jeden zugänglich ist. Während Enzyklopädien wie der Brockhaus an Bedeutung verlieren werden Internetseiten wie Wikipedia immer populärer.
Weiterhin ermöglicht eine Vielzahl von Geräten Bücher digital an jedem Ort der Welt zu kaufen und zu lesen. Es ist möglich, ganze Bibliotheken in der eigenen Hosentasche mitzuführen.

In diesem Zusammenhang neue Bookshops zu entwickeln, bedeutet radikal neue Konzepte zu denken. Dabei lernen wir von dem Wandel der Musikbranche. Interessant erscheint, dass es klassische Tonträger wie die CD oder LP überhaupt noch gibt. Dies scheint zum einen mit einer hohen Tonqualität (bei der CD) zu tun zu haben, zum anderen mit einer gewissen emotionalen Bindung (bei der LP).

Mit diesem Wissen sind wir an den Entwurf der Felix Jud Buchhandlung gegangen. Unser Entwurf soll alte und neue Medien zusammenführen.
Verkauft werden klassische Büche (die auch 2020 noch ihre Berechtigung haben) und E-Books. Der Verkauf läuft über ein einziges Regal, das der Kunde über ein iPad steuert. Der Kunde sucht in dem iPad nach Büchern und bekommt diese voll automatisch an seinen Platz geliefert. Anschließend kann er das Buch als gebundenes Buch oder als E-Book kaufen, oder er liest das Buch bei einer Tasse Cafe in der Buchhandlung an.
Mit diesem Konzept reagieren wir auf die Möglichkeiten der neuen Medien, legen aber großen Wert darauf, die gebundenen Bücher mit einzubeziehen.


Finn Petersen
Ruben Kienast